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Tipps zum Immobilienkauf

Dezember 17, 2019 - Lesezeit: 3 Minuten

Wer sich eine Immobilie kauft, der muss sich richtig informieren. Egal, ob zum selber bewohnen oder als Mietobjekt, sozusagen als Geldanlage. Aber eine Immobilie, auch schon eine kleine, ist mit hohen Kosten verbunden. Die wenigsten können das aus ihrem Ersparten bezahlen und sind auf Kredite angewiesen. Umso wichtiger ist es, genau zu schauen, welche Immobilie man sich anschafft.

Eine der großen Nachteile einer Immobilie ist eben, dass sie nicht liquide ist. Es kann passieren, dass man eine kauft und der Preis Jahrzehnte stagniert oder sogar fällt. Dies kann sein, wenn man in einer wirtschaftlich erfolgreichen Phase kauft. Folgt dann die Rezession und man hat noch das Pech, dass die Region wirtschaftliche Probleme bekommt (Stahlproduktion in Deutschland, Bergbau, etc.), dann wird man seinen Kaufpreis eventuell nie wieder zurückbekommen.

Es ist also ein Trugschluss zu glauben, dass Immobilien eine sichere Geldanlage sind. Auch in Zeiten der Inflation wird ja gerne argumentiert, dass Betongold davor geschützt sei. Aber auch das ist ein Irrtum. Stichwort: Zwangshypotheken. Der Staat kann einfach beschließen, dass Immobilienbesitzer eine Hypothek auf ihre Immobilie aufnehmen müssen. Von diesem Geld werden Staatsschulden beglichen. Dies ist zuletzt 1948 in der BRD passiert.

Da offenbart sich der Nachteil von Immobilien. Geld kann man schnell ins Ausland transferieren, vom Konto abheben und sich was kaufen. Eine Immobilie zu veräußern ist ungleich komplizierter.

In Zeiten zunehmender Digitalisierung und Mobilität von Anlagewerten werden Immobilien zunehmend unattraktiv. Aktien, Gold, etc sind schnell gekauft und verkauft. Die Transaktionskosten relativ gering.

Ich plädiere dafür, Immobilien als das zu nehmen, was sie sind: Ein Dach über dem Kopf. Kaufen Sie sich dort eine, wo sie gerne wohnen möchten. Sehen Sie es als Gebrauchsgut.

Und noch ein Wort zum Thema Kaufen. Mieten ist eine gute Alternative. Es wird ja oft argumentiert, dass man, wenn man mietet gleich eine Hypothek abzahlen könnte. Das stimmt aber nicht so. Ein Teil der Miete wird ja auch als Renovierungskosten ausgegeben. Wer als Hausbesitzer zu den "Glücklichen" gehört, die die Erneuerung ihrer Straße vor ihrem Haus durch staatlichen Zwang gestützt, erneuern müssen, können ein Lied davon singen. Da gehen teilweise 20.000 oder mehr Euro weg. Und das, obwohl der Hausbesitzer ja schon Steuern bezahlt. Wer von so etwas überrascht wird, kann dann durchaus gezwungen sein, sein Haus zu veräußern. Der Vermieter würde in dem Fall die Miete erhöhen. Da hätte der Mieter aber den Luxus, sich einfach ein neues Haus suchen zu können.

Dies zeigt, das Miete durchaus flexibler als Kauf sein kann.