Cover Image

Warum Outsourcing eine gute Idee ist

November 15, 2019 - Lesezeit: 3 Minuten

Anzeige

Outsourcing ist eine der besten Ideen in unserer heutigen Wirtschaft. Obwohl sich das Thema als recht neu anhört und oft von Kritikern als "neoliberales" Unding abgetan wird, ist es in Wahrheit schon Teil unserer Wirtschaft, seit Menschen existieren. Im Prinzip ist es nur eine weitere Stufe der Arbeitsteilung.

Bereits zur Urzeit hat der Mensch sich auf Dinge spezialisiert. Klar, am Anfang dominierte der Selbstversorger. Aber bereits jemand, der einen Pflug herstellte, hat meist nicht alles selbst getan, sondern Arbeit eingekauft. Er hat Leistungen an den Markt outgesourced.

Zum Beispiel hat der Schmied sein Eisenerz nicht selbst geschürft und abgebaut, sondern dies wiederum machen lassen und sich auf das spezialisiert, was er konnte: Er hat Geräte für den Ackerbau hergestellt.

Aus Sicht einer Gesellschaft ist jede Dienstleistung Outsourcing. Ein Soldat ist auch nur die Verteidigung eines Menschen gegen Aggressoren, allerdings ausgelagert an einen Spezialisten, der sich mit Waffen und Kriegsführung auskennt.

Was nur in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist die detaillierte Auslagerung an den Markt. Im Automobilbau sind mittlerweile tausende von Parteien beteiligt. Es sind ja nicht nur die Zuliefererfirmen, sondern auch diejenigen, die die Rohstoffe fördern. Im weitesten Sinne auch Lehrer und Ausbilder, die die Menschen erst zu den Leistung bringen, die sie in die Lage versetzt, ein Automobil zu erzeugen.

Die Vorteile des Outsourcings sind vielfältig, vor allem sind sie aber in einer günstigeren Produktion bei gleichzeitig besserer Qualität begründet.

Der Zulieferer spezialisiert sich auf eine Tätigkeit, die nur einen kleinen Bruchteil des Endprodukt ist. Im Automobilbau kann das zum Beispiel ein einzelner Schalter sein. Er schafft es aber dadurch, dass er sich in seiner Materie und seinem Produkt perfekt auskennt. Er hat klare Anforderungen von seinem Kunden und kann dadurch selbst entscheiden, wie er das Ziel erreicht. Aufgrund des Preisdrucks ist er gezwungen immer effizienter zu produzieren. Am Ende kommt es dem Konsumenten zugute.

Outsourcing ist sogar eine zwingende Notwendigkeit. Wenn es die Wirtschaftlichkeit eines Produkts verbessert und einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil ermöglicht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis man selbst aus dem Markt gedrängt wird, wenn man weiter auf die in der Regel unwirtschaftliche Eigenproduktion setzt.

Es gibt aber auch Nachteile des Outsourcings:

Der Koordinationsaufwand ist größer, als bei Eigenproduktion. Durch durchdachte Prozesse und Computersysteme ist das aber recht gut im Griff zu behalten.

Es kommt zur Abhängigkeit von Zulieferern. Dies kann gerade mit ausländischen Zulieferern problematisch werden, wenn es zu Zöllen oder kriegerischen Konflikten kommt.